26 Jul
2012

Warum glauben Menschen an übernatürliche Kräfte?

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Homöopathie - Beliebter Streitpunkt zwischen Wissenschaftlern und Esoterikern - Foto von: © Gerhard Seybert - Fotolia.com

Homöopathie – Beliebter Streitpunkt zwischen Wissenschaftlern und Esoterikern – Foto von: © Gerhard Seybert – Fotolia.com

Der menschliche Glaube an Esoterik und übernatürliche Kräfte ist weit verbreitet. Neuesten Erkenntnissen zufolge ist das nicht weiter verwunderlich. Denn unser Gehirn scheint geradezu prädestiniert dafür zu sein Zusammenhänge zu sehen, wenn diese jeglicher rationaler Grundlage entbehren.

Bestes Beispiel ist Paul der Oktopus, der ganz Deutschland in Atem hielt, weil er ganze achtmal in Folge die Ergebnisse der Fußball-WM richtig vorhersagte. Für Naturwissenschaftler ist dies reiner Zufall, sie sprechen in Fällen, die auf unerklärliche Weise einer Art Muster folgen, von „Unsinnszusammenhängen“. Für andere sind Ereignisse wie Paul der Oktopus jedoch der Beweis übernatürlicher Vorgänge. Ein beliebtes Streitthema zwischen Esoterikern und Wissenschaftlern ist auch die so genannte Homöopathie. Homöopathen verdünnen Medikamente so lange, bis der chemische Wirkstoff in der Mixtur nicht mehr nachgewiesen werden kann. Dass homöopathische Substanzen trotzdem wirken, wird mit einer Gedächtnisfunktion von Wasser begründet, das sich die Zusammensetzung der chemischen Stoffe merken kann und somit auf den Körper wirken kann. Dass die Medikamente im Sinne einer Wirkungsweise von Produkten der Schulmedizin ineffektiv sind, beweist auch, dass diese Unwirksamkeit erst nachgewiesen werden muss, bevor die Präparate für den Markt zugelassen werden.

Eine Wirkungsweise von homöopathischen Mitteln begründen Naturwissenschaftler mit einem so genannten Placebo-Effekt. Dieser sagt, dass es wahrscheinlicher ist, dass Gespräche mit Homöopathen positive Auswirkungen haben. In einem Experiment konnte zudem nachgewiesen werden, dass die Verabreichung eines Scheinmedikaments die Ausschüttung körpereigener Schmerzmittel anregte. Jedoch ist die Vergabe von Placebos nicht die Regel, da die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit besteht. Einige Psychologen haben vorgeschlagen, dass im menschlichen Gehirn zwei Systeme existieren. Das eine ist das rational-analytische System, dass bewusst, langsam und abstrakt unser Weltwissen verarbeitet. Das andere ist das so genannte Erfahrungssystem, dass einen höheren Einfluss auf unsere Gefühlslage hat. Dieses System arbeitet schneller, integrativ, anstrengungslos, konkret und baut kausale Verbindungen zwischen einem Ereignis und Erfahrungen auf. Somit baut unser Gehirn Zusammenhänge auf, wo eigentlich keine bestehen.

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