19 Jul
2012

Kabbala – Eine mystische Tradition des Judentums

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Das Buch Zohar und der Lebensbaum Sephirot  - Foto von: © Michaela Carl - Fotolia.com

Das Buch Zohar und der Lebensbaum Sephirot – Foto von: © Michaela Carl – Fotolia.com

Kabbala ist den meisten Menschen wohl durch den Popstar Madonna bekannt. Diese mystische Tradition des Judentums, welche jedoch auch auf andere Religionen in bestimmter Form übergegriffen hat, ist so auch in der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Doch diese Art der Kabbala wird abwertend als “Hollywood-Kabbala” bezeichnet und weist einige Unterschiede zu der ursprünglichen Form dieser Lehre auf.

Es gibt zwar keine einheitliche Lehre, doch in der wichtigsten Schrift der Kabbala, dem Zohar, wird vor allem eine unmittelbare Beziehung zu Gott angestrebt. Diese Erfahrung soll durch die Umsetzung bestimmter kabbalistischer Ideen gelingen, wie der Entsprechung von oben und unten. Diese bedeutet, dass alles was Gott im Universum geschaffen hat, er auch im Menschen schuf. Dadurch gewinnt der Mensch eine andere Bedeutung, die auf den Gedanken von Mikro- und Makrokosmos aufbaut. Der Mensch als Mikrokosmos des Göttlichen dient Gott dazu, seine Allmacht durch die zehn geistigen Kräfte – auch als Sephirot bezeichnet – wirken zu lassen.

Diese zehn Sephirote sind die göttlichen Urpotenzen, die alles in From des kabbalistischen Weltenbaumes durchziehen. Die Vorstellung des Weltenbaumes verdeutlicht, nach der Tradition der Kabbala, die Eingebundenheit des Menschen in das Universum. Während der Mensch in diese universalen Kräfte eingebunden ist, ist er jedoch gleichzeitig in der Lage selbst Einfluss zu nehmen.

Um nun die All-Einheit zu erfahren, muss das Individuum das Alltags-Ich überwinden, was mithilfe von gewissen überlieferten Techniken gelingt. Wichtig ist dabei auch der Gedanke von den Stufen der Weisheit. Diese ähneln bestimmten Punkten des Buddhismus. Das bedeutet, dass man schon zu Lebzeiten ins Paradies einkehren kann, wenn man eine bestimmte Bewusstseinsstufe erreicht hat. Dieses ist aber angeblich nur vier Personen gelungen.

Der Ursprung der Kabbala liegt Südfrankreich und breitete sich vor allem im 14. Jahrhundert weiter in Europa aus. Im 15. Jahrhundert wurde die Kabbala überwiegend in Israel betrieben, verursacht durch die Verfolgung der Juden in Europa. Kabbalistische Lehren gab es aber auch weiterhin in Europa, da allmählich eine christliche Kabbala entstand.

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